Aktuelles

Neuer Geschäftsführer für den Schlachthof


Volkmar Schaaf  (recht) ist neuer Geschäftsführer des Odenwald Schlachthofs. Darüber
freut sich auch Dr. Michael Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender der Schlachthof Bauträger-Gesellschaft mbH

Brensbach. Der Odenwald Schlachthof in Brensbach hat einen neuen Geschäftsführer. Volkmar Schaaf übernahm die Geschäftsleitung der Odenwald-Schlachthof Betriebs GmbH am 1. September dieses Jahres. Schaaf löst den bisherigen kommissarischen Geschäftsführer Ruppert Gessler ab.

 Der aus Herbstein im Vogelsbergkreis stammende Schaaf (60) ist kein Unbekannter in der Fleischbranche. Er ist Metzgermeister und Fleischereitechniker und hat langjährige Berufserfahrungen. Er besitzt für die Betriebsführung von Fleischerbetrieben entsprechende Kompetenzen und war bis vor kurzem Geschäftsstellenleiter der Firma Emil Färber GmbH & Co. KG Niederlassung in Gießen

„Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Schaaf einen kompetenten Fachmann gefunden haben, der den Odenwald Schlachthof fortentwickelt und wirtschaftlich weiter in eine sichere Zukunft führen wird“, erklärte Dr. Michael Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender der Schlachthof  Bauträger-Gesellschaft mbH.

Hintergrund Odenwald Schlachthof Betriebs GmbH

Der Odenwald Schlachthof ist ein mittelständischer, leistungsfähiger und moderner Betrieb, der als Service-Unternehmen kostengünstige Dienstleistungsschlachtungen vornimmt.

Spezialisiert auf Metzgereien und die am Schlachthof ansässigen Zerlegebetriebe sowie alle externen Geschäftspartner des Fleischhandels, ist er ein wichtiges Glied einer ununterbrochenen Hygiene- und Kühlkette. Auf höchstem technologischem Niveau, mit bestens ausgebildeten Fachkräften und durch kurze und stressarme Transporte wird die tierschutzgerechte Schlachtung ermöglicht, so dass jeder - unabhängig von der angelieferten Stückzahl - qualitativ hochwertigstes Fleisch erhält.

Der bereits seit 1996 zugelassene EU-Schlachthof entspricht den hohen gesetzlichen Qualitätskriterien, die nur dann von der EU definierten Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien verteilt werden, wenn diese Kriterien auch dauerhaft eingehalten werden. Nachhaltig wird somit für den Verbraucher ein hoher Schlacht- und Hygienestandard dokumentiert. Der Odenwald Schlachthof führt zusätzlich schon seit Jahren auch das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen "Geprüfte Qualität Hessen" und "Geprüfte Qualität Odenwald". Zwei Zertifizierungen, die nochmals Zulassungskriterien erfordern, die der Schlachthof Brensbach erfüllt. Der Schlachthof Brensbach produziert echte Odenwälder Qualität für die Versorgung der ländlichen Region. Der regionale Bezug ist hier ein wichtiger Faktor für die Vermarktung und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Schlachthof in Brensbach ist verlässlicher und wichtiger Partner für Landwirte und Metzger. Zusätzlich zu bestehenden Leistungsangebot hat der Schlachthof eine zertifizierte Biofleisch-Produktion eingeführt. Der Odenwald Schlachthof ist der einzige Schlachthof in Hessen, der das Bio-Siegel Hessen erhalten hat. So produziert der Schlachthof Produkte unter diesem Label und vermarktet diese durch den ansässigen Zerlegebetrieb Frühwein an regionale Metzgerbetriebe. Seit 31.10.2013 führt der Schlachthof das EU Bio-Siegel, ist Mitglied im Biokreis und seit 2016 das QS Qualitätssiegel „QS: Ihr Prüfsiegel für Lebensmittel“

Kontakt:
Odenwald Schlachthof GmbH
- Betriebsgesellschaft -
Ochsenwiesenweg 2
64395 Brensbach
Tel.: 06161 9316-0
Fax: 06161 9316-11
Internet: www.odenwald-schlachthof.de 


Magazin Saugut 01/2016 nun online

16 Seiten Informationen über den Odenwald-Schlachthof

 



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Regionales Schlaraffenland

Odenwald-Schlachthof präsentiert sich auf der Messe "Land&Genuss" in Frankfurt

Ran an die Wurst: Detlef Kuhn (links) und Ruppert Gessler werben in
Frankfurt für den Odenwald-Schlachthof. FOTO: JÖRG SÄNGER

FRANKFURT - Land, Natur, Gärtnern sind Mega-Trends, die Forderung nach Regionalität fehlt in keiner Rede über Lebensmittel, gegessen und getrunken wird sowieso immer. Die Messe „Land und Genuss“ an diesem Wochenende in Frankfurt bringt all das zusammen.

Am Stand des Waldenser Hofes aus Wächtersbach baumeln Pressköpfe und Blutwürste an einer Stange, beim Forellenhof Burkard aus Seligenstadt hängen Fische in kleinen Räucherkammer. Bei der Pfungstädter Brauerei perlt goldgelbes Pils in die Gläser, bei einer Manufaktur aus Groß-Bieberau kugeln sich rosa, grüne und lila Trüffeln dicht aneinander. Halle 1.2 der Frankfurter Messe ist proppenvoll mit Essen und Trinken.

Nicht alles ist regional wie es der Veranstalter – die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft – verspricht, es gibt auch italienische Salami, Parmesan und Würste aus Polen. Aber die meisten der rund 300 Aussteller kommen aus Hessen, ein guter Teil davon aus dem Rhein-Main-Neckar-Raum.

Konditormeister Erich Schmunk ist mit seinen Trüffeln von Anfang an bei „Land und Genuss“ präsent. Zum fünften Mal bietet er seine rund 40 Sorten an – von Klassikern wie Karamell bis zu ungewöhnlichen Kreationen wie Riesling oder Apfelwein. Messen wie diese beleben das Geschäft, erzählt er. Manche Kunden wissen schon, wann er auf welchem Markt anzutreffen ist. Wie die Dame aus Runkel, die sich gleich mehrere Tütchen mit Pralinen füllen lässt.

Auch die Bergsträßer Winzer registrieren: „Nach der Messe gibt es oft ein Nachfolgegeschäft.“ Viele Frankfurter, die am Stand der Genossenschaft einen Riesling oder Grauburgunder geschlürft haben, realisierten, „dass es bis zu uns nach Heppenheim gar nicht so weit ist“, sagt Ulla Hammann, die am ersten Messetag ausschenkt. Das ist ein Anliegen der Land-und-Genuss-Messe: Verbraucher und Erzeuger zusammenzubringen, Einblicke in die Landwirtschaft zu geben, Gartentrends vorzustellen – eine Mini-Version der Grünen Woche in Berlin.

Bernd Fetzer steht hinter einem Berg aus Würsten und erklärt den Besuchern, was was ist. Chili-Honig, Knoblauch mit Oliven, Trüffel, Hirschbeißer hat der Inhaber von Odenwald Lebensmittel in Beerfelden im Angebot. „Wir probieren gerne aus.“ Seine Würste produziert er zum großen Teil selbst, er weiß, woher seine Zutaten kommen. Er schätzt die Messe, „weil hier interessante Leute an den Stand kommen“. Den Tipp, die Walnüsse für eine seiner Wurstsorten in Zwetschgenmus einzulegen, damit die Bitterstoffe der Nuss blockiert werden, hat er von einem Kunden. Seine wohl verrückteste Kreation: Wurst mit Sauerkraut und Veilchen, ist aber nicht mehr im Angebot. Die hatte er vergangenes Jahr bei einem Metzger produzieren lassen, der anschließend das Veilchenaroma nicht mehr aus seiner Maschine bekam. Seitdem ist diese Wurst gegessen.

Exotin und Neuling auf der Messe ist Jennifer Gabelmann. Als Inhaberin des Cocktail-Service „Orange Blossom“ hantiert sie eher nicht mit regionalen Produkten. Bei Hochzeiten, Geburtstagen oder Geschäftseröffnungen mixt sie die Mischgetränke – „gerne außergewöhnliche Kreationen“. Sie ist bundesweit unterwegs, regional ist ihr Standort Beerfelden.

Am besten direkt zum Verbraucher

Wo von regionalen Lebensmitteln die Rede ist, darf die Vereinigung der hessischen Direktvermarkter nicht fehlen. Ihren Sitz hat die Organisation in Reichelsheim, ihre rund 330 Mitglieder kommen aus ganz Hessen. Mit den Direktvermarktern können sich Messebesucher darüber unterhalten, wie die Produkte des Viehhalters, Gemüsebauern oder Imkers am besten zum Kunden kommen, warum kurze Transportwege wichtig sind und welche Argumente für eine von Bauern statt von Industrie geprägte Landwirtschaft sprechen.

Auch der Regional-Schlachthof Brensbach präsentiert sich in Frankfurt. Das Unternehmen befinde sich nach finanziell schwierigen Jahren auf dem Weg der Konsolidierung, sagt Detlef Kuhn vom Odenwald-Schlachthof. 40 Prozent Zuwachs bei den Rinderschlachtungen habe man im vergangenen Jahr gehabt, 80 Prozent davon entfielen auf Schlachtungen von Bio-Rindern – ein relativ neuer Geschäftszweig der Brensbacher. Nun denken sie darüber nach, sich stärker Richtung Frankfurt zu orientieren, denn in Großstädten gibt es den Markt und die Kaufkraft für regionale und ökologisch erzeugte Lebensmittel.

Der Odenwald-Schlachthof wirbt in Frankfurt auch für den Odenwaldkreis als touristisches Ziel. Die Frage einer Besucherin zeigt, dass das keine schlechte Idee ist. Sie will wissen, ob das Verzeichnis der Gastgeber in der von Forst- und Landwirtschaft geprägten Region auch die Winzerhöfe enthalte.

>>> Hier geht es zur Messe Land & Genuss

Wertschöpfungskette erhalten

 

Odenwald-Schlachthof: Wichtig für Bio und Regionalität

 

Begrüßung der Gäste: Von links: Jürgen Walther, Mitglied im Aufsichtsrat der Bauträger GmbH, Staatsministerin Priska Hinz und Dr. Michael Reuter, Vorsitzender im Aufsichtsrat der Bauträger GmbH. Foto: Kristen Sundermann

Brensbach. Staatsministerin Priska Hinz besuchte vergangene Ende Juli im Rahmen ihrer Sommertour auch den Regionalschlachthof Schlachthof in Brensbach. Empfangen wurde sie dort von Mitgliedern des Aufsichtsrats und der Betriebsgesellschaft dieser seit 1997 bestehenden Einrichtung.

Auch Vertreter des Kreistags, des Regional-Bauernverbands, des Amts für den ländlichen Raum, und des Biokreises waren gekommen. Selbst der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Friedhelm Schneider, nutzte die Gelegenheit, um mit der Ministerin über die Bedeutung landwirtschaftlicher Dienstleistungsbetriebe für eine Region zu diskutieren. Erklärtes Ziel der Ministerin war, sich über die vor Ort vorhandenen Möglichkeiten der regionalen Vermarktung von Schlachttieren zu informieren. Als Landwirtschaftsministerin kennt sie die Problematik der Konzentration auf immer weniger große Schlachthöfe und will dazu beitragen, „dass die Wertschöpfungskette in Hessen erhalten bleibt“.

Jürgen Walther, Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) und gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Bauträger GmbH gab einen Überblick über die wechselhafte Geschichte des Brensbacher Schlachthofs, der vor ein paar Jahren wegen Fehler im Management und beim Marketing in die Schieflage geraten war. Ende 2012 hatte er daher kommissarisch die Geschäftsführung übernommen und es war ihm gelungen - zusammen mit seinem Finanz-Fachmann Detlef Kuhn – den angeschlagenen Betrieb innerhalb von gut zwei Jahren zu stabilisieren. „Wir haben ein Defizit von rund 342.000 Euro vorgefunden und sind wir nur knapp an der Insolvenz vorbei geschrammt“, meinte der Sanierer und dankte den Banken, die viel Geduld bewiesen hatten.

Auch die Mietzahlungen für das Anwesen konnten ein paar Monate lang ausgesetzt werden, um Gelder frei zu bekommen für Investitionen in sechs-stelliger Höhe. Neu aufgestellt wurden dabei die Bereiche Tierschutz, technische Ausstattung, Ablauf-Organisation, Qualitätssicherung und Marketing. Der Odenwald Schlachthof ist nunmehr der einzige Schlachthof der Region, der die Bereiche Anlieferung, Aufstallung und Zutrieb komplett mit Video-Kameras überwacht.

Besonders stolz zeigten sich die Verantwortlichen darüber, dass dem Brensbacher Betrieb 2013 als einzigem Schlachthof in Hessen das Bio-Siegel Hessen zuerkannt wurde und er Mitglied im „Biokreis“ ist. Darüber hinaus führt er die offiziellen Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität Hessen“, „Geprüfte Qualität Odenwald“ und ist als EU-Schlachthof anerkannt. Das bedeutet, dass er den hohen gesetzlichen Qualitätsrichtlinien der EU entspricht und die geforderten Hygiene- und Sicherheits-Richtlinien dauerhaft einhält.

Derzeit werden im Brensbacher Schlachthof an drei Tagen pro Woche wöchentlich rund 520 Schweine und etwa 35 Rinder und Kälber geschlachtet. Zusätzlich zum bestehenden Leistungsangebot hat der Schlachthof unter dem Label „EU-Biosiegel Hessen“ eine zertifizierte Biofleisch-Produktion eingeführt. Vermarktet werden diese Produkte durch den Brensbacher Zerlegebetrieb Frühwein und die Vieh- und Fleischvermarktung Starkenburg-Odenwald (FVSO) an regionale Metzgereibetriebe, die Gastronomie und an weiter verarbeitende Betriebe.

Auf Initiative der VFSO soll auf dem Gelände des Schlachthofs möglichst bald eine „Nationale Viehsammelstelle“ eingerichtet werden, damit Tiere, die nicht in Brensbach geschlachtet werden sollen, die Zeit bis zum Weitertransport einigermaßen stressfrei verbringen können. Dabei werden sie auch mit Futter und Wasser versorgt.

Seit 1. April wird der Regionalschlachthof Odenwald von dem aus Überlingen stammenden Metzgermeister Rupert Gessler geleitet. Im Anschluss an den Vortrag von Jürgen Walther lud er die Gäste zu einer Betriebsführung ein.  <<

Kampf um die Kunden

Ministerin Priska Hinz wirbt auf ihrer Sommertour in Brensbach für regionale Lebensmittel


VON REGINE HERMANN

Brensbach. Regional erzeugtes Fleisch, kurze Transportwege, keine Schlachtfabriken: Das wollen viele Verbraucher laut Umfragen. Aber im 
Rhein-Main-Neckar-Ballungsraum gibt es kaum noch Schlachthöfe. In Südhessen ist der in Brensbach ab September der einzige.
Schnittchen und Sekt gibt es normalerweise nicht auf dem Schlachthof in Brensbach (Odenwaldkreis). Da muss schon eine Ministerin auf 
Sommerreise sein. Die Grüne Priska Hinz ist mit ihrem Plädoyer für regionale und ökologisch erzeugte Lebensmittel in Brensbach genau 
am richtigen Ort. Regional ist der Schlachthof ohnehin und das „EU Bio-Siegel Hessen“ hat er auch. 
Regional und Bio sind Trends. Aber das allein ist noch kein Garant für Erfolg. Jahrelang hat der Odenwald- Schlachthof Verluste eingefahren,
 Ende 2012 war er von Insolvenz bedroht. „Wir haben schwierige Zeiten erlebt“, fasst Jürgen Walther zusammen. Der Geschäftsführer der 
Odenwald-Regionalgesellschaft war von Dezember 2012 bis im Frühjahr dieses Jahres zusätzlich kommissarischer Geschäftsführer des 
Schlachthofs, nachdem der damalige Amtsinhaber entlassen worden war. Seit April hat Ruppert Gessler diese Funktion.

Seit zwei Monaten
ein leichtes Plus
Die Lage des Betriebs hat sich seit 2012 verbessert. „Wir sind auf einem positiven Weg, wenn auch mit kleinen Schritten“, sagt 
Gessler im Gespräch mit dem ECHO. Seit zwei Monaten verzeichne man ein leichtes finanzielles Plus. Zurzeit werden pro Woche 
durchschnittlich 40 Rinder geschlachtet (35 waren es im vergangenen Jahr), bei den Schweinen meldet der Schlachthof stabile Zahlen. 
Vor allem die Steigerung bei den Rindern ist für Gessler erfreulich, denn sie sei hauptsächlich durch Bio-Vermarktung möglich gewesen – 
ein Geschäftsfeld, das sich der Schlachthof seit einiger Zeit erschließt. Aber noch immer wird nur an drei Tagen geschlachtet, noch immer 
wird nach Gesslers Angaben die Pacht nicht in voller Höhe gezahlt. 
Ab September ist der Betrieb im Odenwald der einzige Schlachthof , den es in Südhessen noch gibt. Der Schlachthof in Bensheim 
(Kreis Bergstraße) schließt Ende August, dort wird dann nur noch Fleisch zerlegt und vermarktet. Die gesetzlichen Vorgaben, unter anderem
beim Tierschutz, seien „für diese Betriebsgröße nicht zu erfüllen“, wenn man wirtschaftlich arbeiten wolle, sagte Inhaber Norbert Lulay 
kürzlich dem ECHO. 
 
Auch außerhalb Südhessens gibt es kaum noch Schlachthöfe. Darmstadt, Dieburg, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden: Überall sind die Betriebe 
geschlossen worden. Aschaffenburg, Alzey, Mannheim sind noch übrig. Und eben Brensbach. Dort hoffen die Verantwortlichen, zumindest einen 
Teil der Viehzüchter, die bisher nach Bensheim gefahren sind, für sich zu gewinnen. „Wir wünschen uns, dass da jemand kommt“, sagt Gessler. 
Die Werbung dürfte nicht ganz einfach werden, denn der Mannheimer Schlachthof ist für viele leichter zu erreichen. Er kann auch bessere Preise 
machen, ist in der Branche zu hören, denn mit 400 000 Tieren pro Jahr ist er erheblich größer als Brensbach.
 
Ministerin Hinz beobachtet die „bröckelnde Struktur“ bei den Schlachthöfen in Hessen mit Sorge. „Wenn wird regionale Vermarktung wollen, 
brauchen wir solche Betriebe“, versichert sie in Brensbach und verweist auf den Ökoaktionsplan, mit dem die Landesregierung die Bedingungen 
für Vermarktung, Produktion und Vertrieb ökologisch produzierter Lebensmittel verbessern wolle.
 
Die Vermarktung ist auch in Brensbach ein Thema. Die Absatzaktivitäten müssten weiter gesteigert werden, ist Walther überzeugt. Der 
Ballungsraum Rhein-Main-Neckar hat einige Millionen Einwohner. Die potenziellen Kunden sind also vor der Haustür. <<

Odenwald-Schlachthof mit neuem Geschäftsführer

Verbesserung der wirtschaftlichen Situation - Neustrukturierung, Qualitätssiegel und Zertifizierungen

Übergabe der Betriebs- und Geschäftsleitung: Dr. Michael Reuter (links, Aufsichtsratsvorsitzender der Schlachthof Bauträgergesellschaf), der neue Betriebsleiter und Geschäftsführer Ruppert Gessler (Mitte) und der vormals kommissarische Geschäftsführer Jürgen Walther von der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) bei der Feierstunde in Brensbach.

Brensbach. Der regionale Odenwald-Schlachthof in Brensbach hat in der Vergangenheit schwierige Zeiten erlebt. Rückläufige Schlachtzahlen und damit entsprechende niedrige Erlöse sowie einen massiven Wettbewerbsdruck, haben dem regionalen Schlachthof in Brensbach in den letzten Jahren fast das Wasser abgegraben. Aber auch Missmanagement und fehlendes Marketing waren nur einige Faktoren, die den Schlachthof in Schieflage brachten. Dies bereitete der Odenwald Schlachthof Betriebs GmbH wie auch der Bauträgergesellschaft in der Vergangenheit massives Kopfzerbrechen.

Anlässlich einer kleinen Feierstunde am Dienstag, den 31. März 2015 in Brensbach die im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema „Ökotierhaltung und Vermarktung“ des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) die gemeinsam von der Hauptabteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (Reichelsheim) des Odenwaldkreises veranstaltet wurde, dankte Dr. Michael Reuter als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bauträgergesellschaft des Odenwald Schlachthofs für das Engagement der bisherigen Geschäftsführung und Betriebsleitung für den Schlachthof die zum 31. März 2015 endete.

„Mit dem seit über zwei Jahren kommissarisch bestellten Geschäftsführer Jürgen Walther von der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) und Detlef Kuhn, erfuhr der Odenwald Schlachthof eine positive Entwicklung. Unter Jürgen Walther und seinem Team wurde der Schlachthof in Brensbach vor einer anstehenden Insolvenz gerettet“ so Dr. Michael Reuter.

„Durch eine komplette Neustrukturierung und Vermarktungsstrategie, die insbesondere den geforderten hohen Qualitätsstandards Rechnung tragen, wurde der Betrieb stabilisiert und die bisherigen Schlachtzahlen erhöht. Es wurden erhebliche Investitionen in den Bereichen Tierschutz, technische Ausstattung, Ablauforganisation, Qualitätssicherung, Dokumentation und Marketing getätigt und der vorhandene Investitionsstau behoben. Diese Maßnahmen trugen zur wesentlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei, die dem Odenwald Schlachthof eine Zukunftsperspektive geben. Ganz besonders stolz sind wir, dass der Odenwald Schlachthof der einzige Schlachthof in Hessen ist, der das Bio-Siegel Hessen erhalten hat und zertifiziertes Biofleisch produziert“ erläutert Jürgen Walther.

Neuer Geschäftsführer und Betriebsleiter

Als neuer Betriebsleiter und Geschäftsführer der Odenwald Schlachthof GmbH wurde ab 1. April 2015 Ruppert Gessler bestellt. Er wurde den Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Fachinstitutionen, Verbänden und Firmen der Fleischerinnung vorgestellt. Gessler wird die Geschäftsführung ebenfalls vorerst in kommissarischer Form übernehmen. Ruppert Gessler ist kein Unbekannter in der Fleischbranche. Er ist Metzgermeister und hat langjährige Berufserfahrungen. Er besitzt für die Betriebsführung von Fleischerbetrieben entsprechende Kompetenzen und war bis vor kurzem Betriebsleiter im Schlachthof in Überlingen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Gessler einen kompetenten Fachmann gefunden haben, der den Odenwald Schlachthof fortentwickelt und wirtschaftlich weiter in eine sichere Zukunft führen wird“, erklärte Jürgen Walther.

Anschließend konnten die rund 60 Teilnehmer der LLH Informationsveranstaltung den Schlachthof besichtigen und sich über die zertifizierte Biofleisch-Produktion und Vermarktung informieren.

Die Odenwald Schlachthof Betriebs GmbH

Der Odenwald Schlachthof ist ein mittelständischer, leistungsfähiger und moderner Betrieb, der als Service-Unternehmen kostengünstige Dienstleistungsschlachtungen vornimmt. Spezialisiert auf Metzgereien und die am Schlachthof ansässigen Zerlegebetriebe sowie alle externen Geschäftspartner des Fleischhandels, ist er ein wichtiges Glied einer ununterbrochenen Hygiene- und Kühlkette. Auf höchstem technologischem Niveau, mit bestens ausgebildeten Fachkräften und durch kurze und stressarme Transporte wird die tägliche, tierschutzgerechte Schlachtung ermöglicht, so dass jeder - unabhängig von der angelieferten Stückzahl - qualitativ hochwertigstes Fleisch erhält.

Der bereits seit 1996 zugelassene EU-Schlachthof entspricht den hohen gesetzlichen Qualitätskriterien, die nur dann von der EU definierten Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien verteilt werden, wenn diese Kriterien auch dauerhaft eingehalten werden. Nachhaltig wird somit für den Verbraucher ein hoher Schlacht- und Hygienestandard dokumentiert. Der Odenwald Schlachthof führt zusätzlich schon seit Jahren auch das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen "Geprüfte Qualität Hessen" und "Geprüfte Qualität Odenwald". Zwei Zertifizierungen, die nochmals Zulassungskriterien erfordern, die der Schlachthof Brensbach erfüllt. Der Schlachthof Brensbach produziert echte Odenwälder Qualität für die Versorgung der ländlichen Region. Der regionale Bezug ist hier ein wichtiger Faktor für die Vermarktung und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Schlachthof in Brensbach ist verlässlicher und wichtiger Partner für Landwirte und Metzger. Zusätzlich zu bestehenden Leistungsangebot hat der Schlachthof eine zertifizierte Biofleisch-Produktion eingeführt. Der Odenwald Schlachthof ist der einzige Schlachthof in Hessen, der das Bio-Siegel Hessen erhalten hat. So produziert der Schlachthof Produkte unter diesem Label und vermarktet diese durch den ansässigen Zerlegebetrieb Frühwein an regionale Metzgerbetriebe. Seit 31.10.2013 führt der Schlachthof das EU Bio-Siegel und ist Mitglied im Biokreis.

EU-Zulassung und Qualitäts-Gütesiegel

         

Unser regionaler Schlachthof ist aufgrund seines hohen Hygienestandards als EU-Schlachthof zugelassen unter der EU-Nr.: D-HE-ES-202 EG. Der Odenwald Schlachthof trägt das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen "Geprüfte Qualität Odenwald". Wir führen seit dem 31.10.2013 ebenfalls das EU Bio-Siegel Hessen und sind Mitglied von Biokreis.

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