Aktuelles

Odenwald-Schlachthof mit neuem Geschäftsführer

Verbesserung der wirtschaftlichen Situation - Neustrukturierung, Qualitätssiegel und Zertifizierungen

Übergabe der Betriebs- und Geschäftsleitung: Dr. Michael Reuter (links, Aufsichtsratsvorsitzender der Schlachthof Bauträgergesellschaf), der neue Betriebsleiter und Geschäftsführer Ruppert Gessler (Mitte) und der vormals kommissarische Geschäftsführer Jürgen Walther von der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) bei der Feierstunde in Brensbach.

Brensbach. Der regionale Odenwald-Schlachthof in Brensbach hat in der Vergangenheit schwierige Zeiten erlebt. Rückläufige Schlachtzahlen und damit entsprechende niedrige Erlöse sowie einen massiven Wettbewerbsdruck, haben dem regionalen Schlachthof in Brensbach in den letzten Jahren fast das Wasser abgegraben. Aber auch Missmanagement und fehlendes Marketing waren nur einige Faktoren, die den Schlachthof in Schieflage brachten. Dies bereitete der Odenwald Schlachthof Betriebs GmbH wie auch der Bauträgergesellschaft in der Vergangenheit massives Kopfzerbrechen.

Anlässlich einer kleinen Feierstunde am Dienstag, den 31. März 2015 in Brensbach die im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Thema „Ökotierhaltung und Vermarktung“ des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH) die gemeinsam von der Hauptabteilung Ländlicher Raum, Veterinärwesen und Verbraucherschutz (Reichelsheim) des Odenwaldkreises veranstaltet wurde, dankte Dr. Michael Reuter als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bauträgergesellschaft des Odenwald Schlachthofs für das Engagement der bisherigen Geschäftsführung und Betriebsleitung für den Schlachthof die zum 31. März 2015 endete.

„Mit dem seit über zwei Jahren kommissarisch bestellten Geschäftsführer Jürgen Walther von der Odenwald-Regional-Gesellschaft mbH (OREG) und Detlef Kuhn, erfuhr der Odenwald Schlachthof eine positive Entwicklung. Unter Jürgen Walther und seinem Team wurde der Schlachthof in Brensbach vor einer anstehenden Insolvenz gerettet“ so Dr. Michael Reuter.

„Durch eine komplette Neustrukturierung und Vermarktungsstrategie, die insbesondere den geforderten hohen Qualitätsstandards Rechnung tragen, wurde der Betrieb stabilisiert und die bisherigen Schlachtzahlen erhöht. Es wurden erhebliche Investitionen in den Bereichen Tierschutz, technische Ausstattung, Ablauforganisation, Qualitätssicherung, Dokumentation und Marketing getätigt und der vorhandene Investitionsstau behoben. Diese Maßnahmen trugen zur wesentlichen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation bei, die dem Odenwald Schlachthof eine Zukunftsperspektive geben. Ganz besonders stolz sind wir, dass der Odenwald Schlachthof der einzige Schlachthof in Hessen ist, der das Bio-Siegel Hessen erhalten hat und zertifiziertes Biofleisch produziert“ erläutert Jürgen Walther.

Neuer Geschäftsführer und Betriebsleiter

Als neuer Betriebsleiter und Geschäftsführer der Odenwald Schlachthof GmbH wurde ab 1. April 2015 Ruppert Gessler bestellt. Er wurde den Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Fachinstitutionen, Verbänden und Firmen der Fleischerinnung vorgestellt. Gessler wird die Geschäftsführung ebenfalls vorerst in kommissarischer Form übernehmen. Ruppert Gessler ist kein Unbekannter in der Fleischbranche. Er ist Metzgermeister und hat langjährige Berufserfahrungen. Er besitzt für die Betriebsführung von Fleischerbetrieben entsprechende Kompetenzen und war bis vor kurzem Betriebsleiter im Schlachthof in Überlingen.

„Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Gessler einen kompetenten Fachmann gefunden haben, der den Odenwald Schlachthof fortentwickelt und wirtschaftlich weiter in eine sichere Zukunft führen wird“, erklärte Jürgen Walther.

Anschließend konnten die rund 60 Teilnehmer der LLH Informationsveranstaltung den Schlachthof besichtigen und sich über die zertifizierte Biofleisch-Produktion und Vermarktung informieren.

Die Odenwald Schlachthof Betriebs GmbH

Der Odenwald Schlachthof ist ein mittelständischer, leistungsfähiger und moderner Betrieb, der als Service-Unternehmen kostengünstige Dienstleistungsschlachtungen vornimmt. Spezialisiert auf Metzgereien und die am Schlachthof ansässigen Zerlegebetriebe sowie alle externen Geschäftspartner des Fleischhandels, ist er ein wichtiges Glied einer ununterbrochenen Hygiene- und Kühlkette. Auf höchstem technologischem Niveau, mit bestens ausgebildeten Fachkräften und durch kurze und stressarme Transporte wird die tägliche, tierschutzgerechte Schlachtung ermöglicht, so dass jeder - unabhängig von der angelieferten Stückzahl - qualitativ hochwertigstes Fleisch erhält.

Der bereits seit 1996 zugelassene EU-Schlachthof entspricht den hohen gesetzlichen Qualitätskriterien, die nur dann von der EU definierten Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien verteilt werden, wenn diese Kriterien auch dauerhaft eingehalten werden. Nachhaltig wird somit für den Verbraucher ein hoher Schlacht- und Hygienestandard dokumentiert. Der Odenwald Schlachthof führt zusätzlich schon seit Jahren auch das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen "Geprüfte Qualität Hessen" und "Geprüfte Qualität Odenwald". Zwei Zertifizierungen, die nochmals Zulassungskriterien erfordern, die der Schlachthof Brensbach erfüllt. Der Schlachthof Brensbach produziert echte Odenwälder Qualität für die Versorgung der ländlichen Region. Der regionale Bezug ist hier ein wichtiger Faktor für die Vermarktung und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Der Schlachthof in Brensbach ist verlässlicher und wichtiger Partner für Landwirte und Metzger. Zusätzlich zu bestehenden Leistungsangebot hat der Schlachthof eine zertifizierte Biofleisch-Produktion eingeführt. Der Odenwald Schlachthof ist der einzige Schlachthof in Hessen, der das Bio-Siegel Hessen erhalten hat. So produziert der Schlachthof Produkte unter diesem Label und vermarktet diese durch den ansässigen Zerlegebetrieb Frühwein an regionale Metzgerbetriebe. Seit 31.10.2013 führt der Schlachthof das EU Bio-Siegel und ist Mitglied im Biokreis.

Regionalität wichtig für die Vermarktung

Angebote auch für muslimische Kunden - ZDF sendet Bericht

„Die Beste Vorrausetzung für die Vermarktung der Produkte ist die Regionalität. Hier am Schlachthof Brensbach werden Qualitätsprodukte und keine Massenware hergestellt. Diese Regionalität ist ein wichtiger Marketing-Baustein. Regionalität muss entsprechend kommuniziert und vermarktet werden. Zusätzlich zu unserem bestehenden Leistungsangebot haben wir eine zertifizierte Biofleisch-Produktion (EU-Siegel Bio aus Hessen) eingeführt. Hier hat sich gezeigt, dass noch ein enormes Potenzial vorhanden ist. Die Nachfrage ist groß", so Geschäftsführer Jürgen Walther. Der Schlachthof Brensbach produziert einfach echte Odenwälder Qualität für die Versorgung der ländlichen Region. Der regionale Bezug ist hier ein wichtiger Faktor für die Vermarktung und gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hier ist der Schlachthof in Brensbach ein verlässlicher und wichtiger Partner für Landwirte und Metzger", betont der Vorsitzende des Bauernverbandes Hans Trumpfheller.

ZDF berichtet

Durch einen Bericht im regionalen Verbrauchermagazin www.frimeo.de aufmerksam geworden, filmte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in vor einigen Tagen im Odenwald-Schlachthof. Nicht nur für Landwirte und Metzger ist der Odenwald-Schlachthof in Brensbach ein Partner, nein auch für die muslimische Kunden bietet der Schlachthof seine Dienstleistungen an. So lassen einige muslimische Kunden nun ihre Tiere im Schlachthof schlachten. Auch sie suchen zunehmend nach alternativen Möglichkeiten direkt von unabhängigen Anbietern regionale Lebensmittel einzukaufen. Gemeinsam mit Hans Trumpfheller, Züchter von Bio-Rindern, und Jürgen Walther, Geschäftsführer vom Odenwald Schlachthof, wurde das Potential für Bio-Halal-Fleisch aus dem Odenwald für Muslime diskutiert – eine kleine, attraktive Nische für die lokale Lebensmittelwirtschaft. Der Beitrag wurde in der Sendung ZDF INFO am Freitag, dem 3. Oktober 2014 ausgestrahlt. Weitere Informationen gibt der Sender auf seiner Internetseite www.forumamfreitag.zdf.de. Die Sendung können Interessierte unter http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2250358/ abrufen.

Info

Normalerweise schlachten Muslime ihre Tiere durch das sog. „Schächten". Das Schächten, also das betäubungslose Schlachten warmblütiger Tiere, ist in Deutschland gemäß Tierschutzgesetz § 4a grundsätzlich verboten. Da im Odenwald-Schlachthof das Thema Tierschutz groß geschrieben wird, werden die Tiere für die muslimischen Kunden gemäß den Tierschutzgesetzesvorgaben mit einer vorherigen Betäubung geschlachtet und nicht „geschächtet". Bei der Schlachtung ist ein muslimischer Metzger anwesend der den Ablauf der Schlachtung und Verarbeitung überprüft.

Angewandter Tierschutz bei Transport und Schlachtung als Lerninhalt

Odenwald Schlachthof in Brensbach bietet Kurs und Prüfung zum Sachkundeachweis (Rind, Schwein, Schaf und Ziege) gemäß Art 7 der EG-Verordnung Nr. 1099/2009 an

Brensbach. Der regionale Odenwald-Schlachthof in Brensbach bietet gemeinsam mit dem Beratungs- und Schulungsinstitut für Tierschutz bei Transport und Schlachtung (bsi Schwarzenbek) einen Kurs und die Prüfung zum Sachkundenachweis an.

Der Kurs beginnt am 03. Juli 2014 ab 13:00 Uhr und endet am 04. Juli 2014. Die Teilnahmegebühr beträgt 300,- Euro. Interessierte nehmen mit der Odenwald Schlachthof GmbH - Betriebsgesellschaft - Ochsenwiesenweg 2 in64395 Brensbach unter Tel.: 06161 9316-0 Kontakt auf. Weitere Informationen und den Anmeldeflyer gibt es hier

Aus dem Magazin Frimeo

Der Odenwald Schlachthof – ohne Bio-Schlachthof kein regionales Biofleisch


In Brensbach treffen wir im Büro des Odenwald Schlachthofs Detlef Kuhn und Jörg Lautenschläger. Im Gespräch mit ihnen wird uns schnell klar, dass Biofleisch herzustellen gar nicht so einfach ist, wie man es vielleicht vermutet. Denn anders als Bio-Gemüse, das ein Landwirt auf den eigenen Feldern anbauen und direkt an Kunden verkaufen kann, sind bei der Fleischproduktion eine Kette von verschiedenen Anbietern und Dienstleistern beteiligt. Von den Tierhaltern, wie dem Rinderzüchter Hans Trumpfheller, über den Schlachthof, in dem die Tiere geschlachtet und zerlegt werden, bis zur Metzgerei, in der das Fleisch verarbeitet und an den Endkunden verkauft wird, müssen alle zertifizierte Bio-Standards erfüllen, damit das Fleisch in der Theke schlussendlich das begehrte Bio-Siegel tragen darf. Weiter hier.

GRÜNE: „Odenwald Schlachthof auf gutem Weg“

Tierschutz, ökologische Standards, gute Arbeit und Vermarktungschancen




Brensbach/Odenwaldkreis – Die Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Odenwald informierte sich jetzt über die aktuelle Situation, Probleme und die Zukunftsaussichten des Odenwald Schlachthofs in Brensbach.

Auf Einladung der Kreistagsfraktion nahm auch MdL Martina Feldmayer (Frankfurt), die als landwirtschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Hessischen Landtag Verantwortung trägt, an dem Informationsbesuch teil. Die Kreistagsabgeordneten Annette Herrmann-Winter (Michelstadt), Hedwig Seiler (Bad-König), Manfred Ertl (Michelstadt), Michael Paul (Erbach) sowie Fraktionsgeschäftsführer Horst Kowarsch (Beerfelden) vertraten die Odenwälder Seite.

Die Besuchergruppe wurde von Jürgen Walther, dem Geschäftsführer der Odenwald Schlachthof GmbH, und Fleischermeister Jörg Lautenschläger, dem Betriebsleiter, aufs Herzlichste begrüßt. Walther, hauptberuflich Geschäftsführer der Odenwald Regional Gesellschaft (OREG), widmet sich seit etwa einem Jahr dem „Krisenmanagement“ beim Schlachthof Odenwald, um diese regionale Einrichtung auf langfristig solide Beine zu stellen. Bei einer gründlichen Besichtigung der Räumlichkeiten konnten sich die Besucher einen Eindruck vom guten Zustand des Betriebs und einen umfassenden Überblick der Betriebsabläufe verschaffen. Zu vielfältigen Fragen erhielten die Grünen Parlamentarier kompetente und klärende Antworten.

Das anschließende Gespräch ermöglichte einen angeregten Austausch zu Wirtschaftlichkeit, Marketing, Tierschutz und Arbeitsbedingungen und weiteren Themen. Für seinen Betrieb, der sich in der Neuausrichtung befindet, so der Geschäftsführer des Schlachthofs, sind gut ausgebildete Mitarbeiter, anständige Löhne und gute Arbeitsbedingungen wichtige Qualitätsmerkmale. Den Tieren ersparen dezentrale Schlachthöfe lange Transportwege, so dass sie hier weniger Stress ausgesetzt sind. Positiv vermerkten die GRÜNEN die Transparenz des Betriebs. Dies sei auch im Sinne der kritischen Verbraucherinnen und Verbraucher, die zu Recht auf ein hohes Niveau beim Tierschutz achteten. Wie Frau Feldmayer aus Wiesbaden berichtete, äußerte sich auch die Hessische Tierschutzbeauftragte Dr. Madelaine Martin inzwischen nach erkennbaren Verbesserungen durchaus positiv über den Odenwälder Schlachthof.

MdL Martina Feldmayer hob die hohe Bedeutung des Odenwald Schlachthofs für die regionale Landwirtschaft hervor, mit besonderer Betonung auf die jetzt erfolgte Bio-Zertifizierung. Sie erhoffe sich dadurch insbesondere auch ein weiteres Angebot für Landwirte, die ihren Betrieb auf biologische Landwirtschaft und Tierhaltung umstellen wollen. Das ist auch eine Chance für die Region, die auch der artgerechten Tierhaltung im Odenwald zugute kommt.

Hinzu kommt, dass der Schlachthof auch mit Bürgerinnen und Bürgern muslimischen Glaubens neue Wege zu einem tiergerechten Schlachten beschreitet. Hier sind die Verständigung und der Aufbau gegenseitigen Vertrauens wichtig, damit die Tiere ordnungsgemäß betäubt werden und die Schlachtung zugleich den religiösen Vorschriften dieser Bevölkerungsgruppe entspricht.

Die GRÜNEN zeigten sich erfreut, dass der regionale Schlachthof in Brensbach ohne Lohndumping, mit zertifizierter Schulung für die Mitarbeiter und vorbildlichem Tierschutz aufwarten kann. Selbstverständlich liegt der Preis für regionales Fleisch aufgrund dieser Standards höher als bei Betrieben, die für den Discountbereich großer Supermarktketten schlachten. Deshalb plädieren die GRÜNEN dafür, eher weniger Fleisch, dafür aber von regional guter Qualität und Schlachtung zu wählen.

Die Landtagsabgeordnete und die Kreistagsabgeordneten der GRÜNEN waren erfreut über das konstruktive und anregende Gespräch. Denn es sei, so Frau Feldmayer, nicht oft der Fall, dass Schlachthöfe bereit sind, sich den kritischen Fragen von Besuchern zu stellen.

Zwei neue Teilnehmer am Bio-Siegel – HESSEN

Staatssekretär Mark Weinmeister zeichnet die Odenwald Schlachthof Gesellschaft mbH und die Frühwein Großschlächterei & Fleischgroßhandel mit dem Bio-Siegel – HESSEN aus.

Grund zur Freude hatten Judith Lannert (MdL), Staatssekretär Mark Weinmeister, Detlev Kuhn (Assistenz der Geschäftsleitung), Geschäftsführer Jürgen Walther (Odenwald Schlachthof Betriebs GmbH), Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Michael Reuter und Geschäftsführer der MGH GUTES AUS HESSEN GmbH Wilfried Schäfer bei der Vergabe des Bio-Siegel Hessen (v. links).

Brensbach, 31. Oktober 2013 – Nach der Zertifizierung für das hessische Qualitäts- und Herkunftszeichen „Geprüfte Qualität – HESSEN“ steht nun der nächste Schritt zur Neuausrichtung des Brensbacher Schlachthofs an – die Auszeichnung mit dem Bio-Siegel - HESSEN.

Staatssekretär Mark Weinmeister ließ es sich nicht nehmen, die Urkunde an den Geschäftsführer der Odenwald Schlachthof Gesellschaft mbH, Jürgen Walther und Detlef Kuhn (Assistenz der Geschäftsleitung) zu überreichen. Eine weitere Urkunde zur Teilnahme am Bio-Siegel – HESSEN erhielt Jürgen Frühwein, für die Frühwein Großschlächterei und Fleischgroßhandel GmbH, der bereits seit 1998 an den hessischen Qualitäts- und Herkunftszeichen im Bereich der konventionellen Lebensmittel teilnimmt.

Weinmeister zeigte sich erfreut darüber, dass sich zwei weitere Unternehmen für die Teilnahme am Bio-Siegel – Hessen entschieden haben. „Auch bei Fleisch und Wurstwaren spielt Regionalität eine immer wichtigere Rolle. Bei Produkten mit diesem Siegel können sich die Konsumenten darauf verlassen, dass die Tiere aus ökologischer Landwirtschaft stammen und dass das Fleisch besonderen Anforderungen Genüge trägt“, so der Staatsekretär des Landwirtschaftsministeriums.

Der Geschäftsführer der Odenwald Schlachthof Gesellschaft mbH, Jürgen Walther, erläuterten den Gästen, warum sich die Geschäftsleitung entschieden hat, sich zusätzlich für das Bio-Siegel – HESSEN zertifizieren zu lassen. „Wir wollen unser Produktportfolio damit ausweiten und die Schlachtzahlen entsprechend zu erhöhen. Wir wollen zusätzlich zu unserem bestehenden Leistungsangebot mit der Biofleisch-Produktion beginnen. Es hat sich gezeigt, dass hier noch ein enormes Potenzial vorhanden ist. Die Nachfrage ist groß“, so Geschäftsführer Jürgen Walther.

Wilfried Schäfer, Geschäftsführer der MGH GUTES AUS HESSEN GmbH, freute sich sehr, dass die beiden Unternehmen entschieden haben zusätzlich zur Qualitätsmarke „Geprüfte Qualität – HESSEN“ auch das Bio-Siegel – HESSEN für ihre Produkte zu verwenden. Zurzeit tragen etwa 65 Betriebe das Bio-Siegel – HESSEN und zeichnen sich und ihre Produkte damit durch eine Produktion unter den Vorgaben des ökologischen Landbaus aus, wie Schäfer in seiner Rede anmerkte. Die Betriebe versuchen damit der steigenden Nachfrage nach Biolebensmitteln auf regionaler Ebene gerecht zu werden.

Im Anschluss an die Verleihung des Bio-Siegels – HESSEN erfolgte auch noch die Aufnahme der Odenwald Schlachthof Gesellschaft mbH und der Frühwein Großschlächterei und Fleischgroßhandel GmbH in den Biokreis durch die Geschäftsführerin des Biokreises, Andrea Helmer.

Die MGH GUTES AUS HESSEN GmbH hat Anfang 2006 das Bio-Siegel – HESSEN als Qualitäts- und Herkunftszeichen für den ökologischen Landbau eingeführt. Mit diesem Vermarktungskonzept sollen die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Bioprodukten vorangebracht werden. Im Vordergrund steht dabei das Ziel Verbraucherinnen und Verbraucher mit Produkten aus dem ökologischen Landbau im Sinne einer gezielten Nachfragebefriedigung zu versorgen, da regionale Produkte zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Die Grundlage für dieses System bildet die EG-Ökoverordnung VO (EG) Nr. 834/2007. Zusätzlich müssen die Teilnehmer am System weitergehende Standards, wie etwa die Gesamtbetriebsumstellung, Einhaltung von Normen bei der Vermarktung von Obst und Gemüse oder etwa strengere Produktqualitäten bei Fleisch einhalten. Hinzu kommen die Herkunftsbestimmungen, wonach z.B. pflanzliche Produkte zu 100 % aus der Region kommen müssen oder z.B. bei Rind-, Kalb-, Schweine- und Lammfleisch die Tiere spätestens ab der sechsten Lebenswoche in der Region gehalten werden müssen.

Aktuell gehören etwa 65 Partnerbetriebe dem Bio-Siegel – HESSEN an. Zu den Teilnehmern gehören neben landwirtschaftlichen Betrieben auch Unternehmen aus dem Bäckerhandwerk, der Fleischverarbeitung oder etwa dem Obst- und Gemüsegroßhandel an. Die MGH GUTES AUS HESSEN unterstützt die Partnerbetrieb durch gemeinschaftliche Präsentationen, Produktverkostungen oder andere Maßnahmen des Gemeinschaftsmarketings. Das Handbuch für das Bio-Siegel – HESSEN kann im Bereich „Unternehmer – Teilnehmer werden“ unter www.gutes-aus-hessen.de heruntergeladen werden.

EU-Zulassung und Qualitäts-Gütesiegel

         

Unser regionaler Schlachthof ist aufgrund seines hohen Hygienestandards als EU-Schlachthof zugelassen unter der EU-Nr.: D-HE-ES-202 EG. Der Odenwald Schlachthof trägt das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen "Geprüfte Qualität Odenwald". Wir führen seit dem 31.10.2013 ebenfalls das EU Bio-Siegel Hessen und sind Mitglied von Biokreis.

Wenn Sie an Neuigkeiten über den Odenwald Schlachthof interessiert sind, tragen Sie unten einfach Ihren Namen und Ihre E-Mail Adresse ein und klicken Sie auf Abbonieren, dann erhalten Sie ab sofort den Newsletter des Odenwald Schlachthof.

Alle Newsletter im überblick

Kontakt

Odenwald Schlachthof GmbH

Ochsenwiesenweg 2
64395 Brensbach
Tel.: 06161 9316-0
Fax: 06161 9316-11
E-Mail: info@odenwald-schlachthof.de
Internet: www.odenwald-schlachthof.de

Bürozeiten

Montag bis Freitag 7:30 bis 12:00 Uhr

 
Weitere Infos finden Sie auch auf
unserer Facebook-Seite.


Zerlegebetrieb:

Frühwein Großschlächterei und Fleischgroßhandel GmbH


Ochsenwiesenweg 2
64395 Brensbach
Tel.: 06161 9316-30
Fax: 06161 9316-31

Vieh- und Fleischvermarktung Starkenburg-Odenwald (FVSO)

Krötengasse 12
64853 Otzberg-Habitzheim
Tel.: 06162 72888

Heike Schnürer


06161 9316-0