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Wertschöpfungskette erhalten

 

Odenwald-Schlachthof: Wichtig für Bio und Regionalität

 

Begrüßung der Gäste: Von links: Jürgen Walther, Mitglied im Aufsichtsrat der Bauträger GmbH, Staatsministerin Priska Hinz und Dr. Michael Reuter, Vorsitzender im Aufsichtsrat der Bauträger GmbH. Foto: Kristen Sundermann

Brensbach. Staatsministerin Priska Hinz besuchte vergangene Ende Juli im Rahmen ihrer Sommertour auch den Regionalschlachthof Schlachthof in Brensbach. Empfangen wurde sie dort von Mitgliedern des Aufsichtsrats und der Betriebsgesellschaft dieser seit 1997 bestehenden Einrichtung.

Auch Vertreter des Kreistags, des Regional-Bauernverbands, des Amts für den ländlichen Raum, und des Biokreises waren gekommen. Selbst der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Friedhelm Schneider, nutzte die Gelegenheit, um mit der Ministerin über die Bedeutung landwirtschaftlicher Dienstleistungsbetriebe für eine Region zu diskutieren. Erklärtes Ziel der Ministerin war, sich über die vor Ort vorhandenen Möglichkeiten der regionalen Vermarktung von Schlachttieren zu informieren. Als Landwirtschaftsministerin kennt sie die Problematik der Konzentration auf immer weniger große Schlachthöfe und will dazu beitragen, „dass die Wertschöpfungskette in Hessen erhalten bleibt“.

Jürgen Walther, Geschäftsführer der Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) und gleichzeitig Mitglied des Aufsichtsrats der Bauträger GmbH gab einen Überblick über die wechselhafte Geschichte des Brensbacher Schlachthofs, der vor ein paar Jahren wegen Fehler im Management und beim Marketing in die Schieflage geraten war. Ende 2012 hatte er daher kommissarisch die Geschäftsführung übernommen und es war ihm gelungen - zusammen mit seinem Finanz-Fachmann Detlef Kuhn – den angeschlagenen Betrieb innerhalb von gut zwei Jahren zu stabilisieren. „Wir haben ein Defizit von rund 342.000 Euro vorgefunden und sind wir nur knapp an der Insolvenz vorbei geschrammt“, meinte der Sanierer und dankte den Banken, die viel Geduld bewiesen hatten.

Auch die Mietzahlungen für das Anwesen konnten ein paar Monate lang ausgesetzt werden, um Gelder frei zu bekommen für Investitionen in sechs-stelliger Höhe. Neu aufgestellt wurden dabei die Bereiche Tierschutz, technische Ausstattung, Ablauf-Organisation, Qualitätssicherung und Marketing. Der Odenwald Schlachthof ist nunmehr der einzige Schlachthof der Region, der die Bereiche Anlieferung, Aufstallung und Zutrieb komplett mit Video-Kameras überwacht.

Besonders stolz zeigten sich die Verantwortlichen darüber, dass dem Brensbacher Betrieb 2013 als einzigem Schlachthof in Hessen das Bio-Siegel Hessen zuerkannt wurde und er Mitglied im „Biokreis“ ist. Darüber hinaus führt er die offiziellen Qualitätszeichen „Geprüfte Qualität Hessen“, „Geprüfte Qualität Odenwald“ und ist als EU-Schlachthof anerkannt. Das bedeutet, dass er den hohen gesetzlichen Qualitätsrichtlinien der EU entspricht und die geforderten Hygiene- und Sicherheits-Richtlinien dauerhaft einhält.

Derzeit werden im Brensbacher Schlachthof an drei Tagen pro Woche wöchentlich rund 520 Schweine und etwa 35 Rinder und Kälber geschlachtet. Zusätzlich zum bestehenden Leistungsangebot hat der Schlachthof unter dem Label „EU-Biosiegel Hessen“ eine zertifizierte Biofleisch-Produktion eingeführt. Vermarktet werden diese Produkte durch den Brensbacher Zerlegebetrieb Frühwein und die Vieh- und Fleischvermarktung Starkenburg-Odenwald (FVSO) an regionale Metzgereibetriebe, die Gastronomie und an weiter verarbeitende Betriebe.

Auf Initiative der VFSO soll auf dem Gelände des Schlachthofs möglichst bald eine „Nationale Viehsammelstelle“ eingerichtet werden, damit Tiere, die nicht in Brensbach geschlachtet werden sollen, die Zeit bis zum Weitertransport einigermaßen stressfrei verbringen können. Dabei werden sie auch mit Futter und Wasser versorgt.

Seit 1. April wird der Regionalschlachthof Odenwald von dem aus Überlingen stammenden Metzgermeister Rupert Gessler geleitet. Im Anschluss an den Vortrag von Jürgen Walther lud er die Gäste zu einer Betriebsführung ein.  <<

EU-Zulassung und Qualitäts-Gütesiegel

         

Unser regionaler Schlachthof ist aufgrund seines hohen Hygienestandards als EU-Schlachthof zugelassen unter der EU-Nr.: D-HE-ES-202 EG. Der Odenwald Schlachthof trägt das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen "Geprüfte Qualität Odenwald". Wir führen seit dem 31.10.2013 ebenfalls das EU Bio-Siegel Hessen und sind Mitglied von Biokreis.

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